Beschreibung
Details
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Streifen aus dem Mark der Papyrusstaude, rechtwinkelig übereinander gelegt und gepresst, naturfarben, sehr rau, feuchtigkeitsempfindlich
Der Vorläufer des Papiers war bis ins frühe Mittelalter der wichtigste Schriftträger für Briefe, Dokumente und religiöse Schriften und wird noch heute in der gleichen handwerklichen Technik hergestellt wie zur Zeit seiner Erfindung ca. 3000 Jahre vor Christus. Papyrus wird aus dem Mark der ägyptischen Papyrusstaude (einer Wasserpflanze aus der Gattung des Zyperngrases) gewonnen und besteht aus dünnen, möglichst breit und lang geschnittenen Streifen, die rechtwinklig übereinander gelegt, gepresst und gehämmert werden. Der dabei austretende stärkehaltige Pflanzensaft verbindet die Streifen beim Trocknen zu einem haltbaren Gefüge.
Papyrus lässt sich nur sehr mühsam mit der Stahlfeder beschreiben, da aufgrund der stark gerippten Oberfläche die Feder mit erheblichem Druck geführt werden muss. Wird eine zu weiche Unterlage verwendet, bricht man leicht mit der Feder durch das Material. Das richtige Werkzeug zum Beschreiben von Papyrus ist die Schilfrohr- oder BAMBUSFEDER sowie der geschmeidige Gänsekiel. Auch mit dem Pinsel lässt sich sehr gut auf Papyrus malen. Papyrus verhindert durch seine starke Eigenleimung das Ausfließen von Tinten und Tuschen.
Papyrus wird heute vorwiegend für Malerei, Druck (Linol- und Siebdruck), Dekorations- und Bastelzwecke verwendet. Er lässt sich mit Tempera-, Acryl-, Aquarell- und Wasserfarben bemalen, ebenso mit Pastellkreiden und Filzstiften. Das haptisch und optisch sehr ansprechende natürliche Material eignet sich außerdem als Buch- und Mappeneinband sowie für Verpackungen und zeigt seine schöne, lebendige Struktur besonders wenn es hinterleuchtet wird.





